ESC over!

Eurovision Song Contest in Düsseldorf Mai 2011

Nach fast dreißig Jahren hat Lena Mayer-Landrut den ESC wieder nach Deutschland geholt. 2010 gewann sie in Oslo mit großer Mehrheit bravourös. Ihr Song Satellite war wunderbar und gefiel ganz Europa. Ihr Entdecker und Mentor Stefan Raab bewies damit, dass man erfolgreich an diesem einzigartigen Wettbewerb teilnehmen kann. Ralf Siegel mit seinen angestaubten, größtenteils sehr lächerlichen Liedern war da weit abgeschlagen und es ist zu hoffen, dass er auf der ESC-Bühne nie wieder auftaucht.

Nun also dieses Jahr war Düsseldorf an der Reihe, den Eurovision Song Contest auszurichten. Das Stadium des Fussballclubs Fortuna Düsseldorf wurde in monatelanger Arbeit in eine Halle umgebaut, während der Verein in ein Behelfsstadion auswich. Die ESC-Halle wurde in großartig vorbereiteter logistischer Leistung errichtet und verfügte über den größten LED-Bildschirm. Schicken wir voraus, während der Veranstaltung klappte alles hervorragend. Die anderen Länder bedankten sich bei uns für die magischen Momente des ESCs.

Unsere Lena ging an den Start mit dem Lied Taken by a stranger – ein etwas mysteriöser Titel, aber sehr ansehnlich und melodisch. Es hob sich angenehm von dem Einerlei, das von den anderen Nationen vorgestellt wurde. Allerdings ist Lenas Mut zum Anderssein und zur Moderne nicht belohnt worden. Lena landete auf Platz 10, der Gewinner war ein Duo aus Aserbeidschan mit einem Main-stream-Song, das recht eingänglich war.

Dieses Jahr fiel wieder enorm auf, wie die ehemaligen Landeszugehörigkeiten über den Geschmack entscheiden. So sind die Republiken der ehemaligen Sowjetunion unisono zueinander gestanden, das gleiche gilt auch für den Balkan. Asarbeidschan profitierte stark davon, auch Bosnien-Herzegowina. Und wie jedes Jahr wählte Zypern 12 Punkte für Griechenland. Den mitteleuropäischen Zuschauer mutet das seltsam an, aber solange es kein anderes Reglement gibt, wird es auch dabei bleiben.

Aus dieser Sicht war der Sieg Lenas 2010 die große Sensation, denn das Lied Satellite überwand all diese vorgenannten geschichtlich bedingten Ressentiments und fand allgemeine Zustimmung in ganz Europa. Lena konnte diesen Erfolg nicht wiederholen, was bedauerlich aber auch zu verschmerzen ist. Sie will kein drittes Mal antreten beim ESC und wir wünschen ihr für die Zukunft ein glückliches Händchen bei allen ihren Unternehmungen.

Reiseziele 2011 – Griechenland und Türkei

In den ersten Monaten des Jahres 2011 entwickelte sich in Tunesien die Jasmin-Revolution. Diese Demokratiebewegung schwappte langsam nach Ägypten hinüber und breitete sich bis Syrien und Jemen aus. Durch die politischen Unruhen wurden die so beliebten Reiseziele Tunesien und Ägypten über Nacht obsolet und die Bundesregierung sprach Reisewarnungen aus. Viele Urlauber mussten ihre Reisepläne kurzfristig ändern. Die großen Gewinner dieser Entwicklung sind in diesem Jahr die Länder Griechenland und Türkei.

Attraktive Angebote locken die Urlauber nach Griechenland

Beide Länder stehen ja schon seit Jahren in der Gunst deutscher Urlauber. Momentan bieten sie sehr attraktive All-inklusive-Angebote an. Und die Deutschen erinnern sich ihrer alten Bekannten. Griechenland verfügt über sehr viele Inseln mit herrlichen Stränden. Manche der Inseln können direkt angeflogen werden, ob Rhodos, Kos, Santorin oder Kreta. Für Liebhaber von Abgeschiedenenheit bleiben sehr viele Inseln übrig, die nur per Schiff erreicht werden können. Hier ist man meist von dem Massentourismus verschont. Manche Strände geben einem gar das Gefühl, ein moderner Robinson Crusoe zu sein. Aber auch die größeren Hotels verwöhnen den Urlauber mit allen Annehmlichkeiten, die man sich nur vorstellen kann. Abends werden Folkloreauftritte organisiert, in der Disko kann man Karaokewettbewerbe absolvieren und später bis in die Früh das Tanzbein schwingen. Animationsangebote runden das Programm ab.

Die Türkei verfügt über moderne Hotelanlagen

An der gesamten türkischen Riviera ist das Netz von Hotels sehr gut ausgebaut. Das gleiche gilt für Antalya und Side. Die All-inklusive-Angebote sind sehr attraktiv, vor allem für Familien sind sie sehr freundlich für den Geldbeutel. Der Standard der Hotels kann sich durchaus mit hohen Ansprüche messen. Häufig sind die Anlagen modern und daher noch sehr gut in Schuß. Die Strände sind sauber und sandig, das Meer lädt zum Baden und zum Sport ein. Auch Ausflüge in benachbarte Sehenswürdigkeiten wie antike Ruinen oder nach Pamukale zu den Kalksteinkaskaden sind sehr einladend. Aber in den Hotels ist das Animations- und Sportprogramm so attraktiv, dass man jeden Tag etwas Passendes für sich finden kann.

Sowohl in Griechenland wie in der Türkei hat man als Urlauber die Schön-Wetter-Garantie. Die Temperaturen sind sehr angenehm, nur im Juli und August muss man resistent sein gegen Hitze. Diese lässt sich am bestem am Pool oder am und im Meer ertragen. In den Zimmern ist in vielen Fällen eine Klimaanlage, so dass die Nächte auch nicht zu Qual werden. Auf jeden Fall muss man aber ein Anti-Moskito-Mittel mitnehmen, diese Quälgeister lieben das Blut der Urlauber.

ISA

Eine Isarfloßfahrt ist ein unvergessliches Erlebnis

In Wolfratshausen südlich von München gibt es einen alten Beruf: der Isarflößer. Es gibt heute nur noch drei Familien, die damit ihren Lebensunterhalt verdienen. Sie nehmen Touristen mit auf eine Fahrt die Isar entlang von Wolfratshausen nach München. Die Gruppen werden mit einem Bus meist aus München nach Wolfratshausen gebracht und besteigen hier das Floß. So ein Floß ist einiges wert, denn bereits ein Stamm aus Fichtenholz kostet 350 Euro.
Diese Stämme werden farblich markiert, damit immer die gleichen wieder zu einem Floß zusammengebaut werden. Denn nach ihrer Ankunft in München-Thalkirchen an der Floßlände werden die Flöße auseinander gebaut, auf einen Lkw verladen und nach Wolfratshausen zurücktransportiert. Hier werden sie wieder zusammengefügt zu einzelnen Flößen. Und jetzt kann die nächste Fahrt losgehen die Isar hinunter.

Die Isarfloßfahrt dauert einen ganzen Tag lang, obwohl die Strecke nur knapp 28 Kilometer beträgt und ist abhängig vom Wasserstand und den Fließgeschwindigkeiten. Die Geschwindigkeiten, mit der das Floß sich auf der Isar bewegt, ist also relativ gemächlich. Nur an einer Stelle wird die Fahrt rasant und kann sehr nass werden zumindest für die Füße in den ersten Reihen: es gibt eine lange Floßrutsche. Ansonsten hat man an Bord viel Zeit, die Landschaft der Isarauen um einen herum zu bewundern.

Auf dem Floß sitzt man eng beieinader auf Holzbänken und so kommt man sich unweigerlich näher. Es ergeben sich immer sehr nette Gespräche mit den Nachbarn. Für das leibliche Wohl ist auch gesorgt. Es gibt eine bayerische Brotzeit mit Weißwürsten und Leberkäse. Mittags kehrt man dann in ein gutes auf der Strecke gelegenes Wirtshaus ein, das viele leckere Gerichte anbietet. Das Bier kommt vom Faß und man muss sich keine Gedanken wegen der Entsorgung machen, denn eine Toilette ist auch an Bord. Zu allem spielt die Musi bayerische Weisen auf. Die Stimmung auf dem Floß ist sehr ausgelassen und alle haben eine Mordsgaudi. Unterwegs sollte man ein Toast auf den Schutzpatron der Flößer aussprechen, auf den Heiligen Johann Nepomuk. Erst am Nachmittag ist man wieder wohlbehalten in München zurück und wünschte sich, bald wieder so eine Floßfahrt machen zu können.

Isarflossfahrt 2011 – Termine, Preise, Buchung

Text: ISAKI

Society-Event des Jahres 2011

Hochzeit von Prinz William und Kate Middleton

Catherine Elizabeth „Kate“ Middleton wurde am 9. Januar 1982 in Reading, Berkshire, England geboren. Weltweite Bekanntheit erlangte sie als Verlobte des britischen Prinzen William Mountbatten-Windsor. William ist in der britischen Thronfolge nach seinem Vater Prinz Charles der zweite Kandidat auf die Krone. Er ist fünf Monate jünger als Kate. Das Paar lernte sich während ihres Studiums an der Universität St. Andrews in Schottland kennen. Sie lebten sogar mit drei anderen Kommilitonen in einer gemeinsamen Studenten-WG.

Kate ist die älteste von drei Geschwistern. Ihre Eltern sind der Pilot Michael und die Stewardess Carol Middleton. Sie betreiben einen Versandhandel für Kinderpartyartikel. Damit haben sie es zu großem Wohlstand gebracht und gelten als Millionäre. Sie haben ihren Kinder eine gute Ausbildung angedeihen lassen. Kate studierte Kunst, arbeitete aber niemals in ihrem Beruf. Zunächst war sie für das britische Modellabel Jigsaw tätig, danach trat sie als Photographin in das Unternehmen ihrer Eltern.

Die Beziehung zu Prinz William wurde im April 2004 durch Fotos des Paares aus dem Skiurlaub in Klosters der Öffentlichkeit bekannt. Liiert sind sie aber schon seit ungefähr Ende 2002. Im April 2007 trennte sich das Paar in freundschaftlichen Einvernehmen – der Druck der Presse und der Öffentlichkeit war so enorm, dass sie beide dem nicht standhalten konnten. Bereits Anfang Juli 2007 gab es Gerüchte, dass sie wieder zueinander gefunden hätte. Im August 2007 wurden diese Gerüchte weiter genährt, als William und Kate einen gemeinsamen Urlaub auf den Seychellen verbrachten.

In der Folge trat Kate bei vielen offiziellen Termin der königlichen Familie auf. Middleton und Prinz William verlobten sich am 20. Oktober 2010 während eines Urlaubs in Kenia. Im November 2010 gab das britische Königshaus bekannt, dass William und Kate am 29. April 2011 in der Westminster Abbey in London heiraten werden.

Kate wurde häufig in der englischen Presse kritisiert. Sie hatten den Spitznamen Lady of Leisure und Princess in Waiting, da sie wiederholt für ungefähr jeweils ein Jahr keiner geregelten Arbeit nachging. Jetzt wird sie durch die Heirat mit dem zukünftigen Thronfolger in die karitativen Aufgaben des Hofes eingebunden sein. Vielleicht wird sie in die Fußstampfen von Prinzessin Diana Spencer treten, aber die sind sehr groß. Ein Vorteil hat Kate aber gegenüber Diana: sie ist heute 29 Jahre alt und eine gereifte Persönlichkeit. Außerdem hatte sie sehr viele Jahre Zeit, sich an das steife Hofzeremoniell der Windsors zu gewöhnen, während Diana viel jünger und unvorbereitet war. Nichtsdestotrotz kursieren Gerüchte, dass es einen eisernen Ehevertrag gibt, der Kate im Falle einer Scheidung schlecht dastehen lässt. Wir wünschen dem jungen Paar, dass es mehr Glück in der Ehe hat als Charles und Diana.
The Official Royal Wedding websiteThe Royal Wedding, offizielle Webseite

 

ISAKI

Die Sonnenanbeter sind schon unterwegs

Sommergefühle im April

Dieses Jahr hat uns die Sonne besonders früh mit ihren warmen Strahlen verwöhnt. Bereits zum Frühlingsanfang hatten wir milde Temperaturen und nun im April sind es bis zu 25 Grad Celsius. Da heißt es, die Winterklamotten einzumotten und die Sommergarderobe hervorzuholen. Wir freuen uns alle über diese günstigen Wetterbedingungen, denn bereits jetzt können wir in einem Biergarten sitzen und die warme Sonne genießen.

Sonnenanbeter

Die Sonnenanbeter sind schon unterwegs

Die Menschen sind mit kurzen Ärmeln in den Strassen unterwegs. Die Frauen haben ihre Sommerkleider aus dem Schrank hervorgekrammt, auch wenn die Haut an Armen und Beinen noch recht blaß ist. Das macht doch nichts, und wenn es einen sehr stört, der kann sich schon getrost in die Sonne legen. Aber Vorsicht vor dem ersten Sonnenbrand, den holt man sich recht schnell. Deshalb die Sonnencreme nicht vergessen und kräftig einreiben.

Endlich wieder offene Schuhe

Wie schön ist es doch, endlich ohne Strümpfe in offenen Schuhen unterwegs zu sein. Ob Sandallen oder Flipflops, jetzt sehen wir sie wieder an den Beinen der Vorbeigehenden. Männer und Frauen gehen gleichermaßen gerne fast barfüssig. In den Geschäften ist auch schon die Sommmerschuhmode erhältlich. Ein Flanieren durch die Einkaufspassagen stimmt uns schon auf den kommenden Sommer ein.

Die aktuelle Sommermode lockt uns in die Geschäfte

Und erst die vielen schönen Sommerklamotten, die in den Schaufenster hängen, machen so richtig Lust auf neue Garderobe. Ein luftiges Hängerchen in Weiß ist zum Beispiel ganz stark angesagt dieses Jahr. Und Streifen in allen Varianten sieht man auch überall. Der Marinelook erlebt ein Revival, das heißt jetzt wird Weiß mit Marine und Rot fröhlich kombiniert.

Kräftige Farben sind besonders in. Ein leuchtendes Rot kann man prima mit Flieder zusammentragen, Flieder oder Lila ist ja schon seit 4 Jahren ein grosser Hit. Leuchtendes Orange zu einem beigen Teil sieht auch sehr schön aus und zieht die Blicke auf sich. Also bitte keine Scheu vor Farben: der Sommer wird ganz bunt.

Farben wirken sich stimmungsaufhellend auf die Psyche

Solche Farben tun der Seele sehr gut. Nachdem der Winter die Zeit von Grau und Schwarz ist, freut sich das Auge über so viel Abwechslung und die Psyche wird positiv beeinflußt. Die Natur macht es uns vor, denn sie strahlt in allen erdenklichen Farben durch ihre Blütenpracht. Machen wir es ihr nach.

Japanische AKWS Gegenstand des Abiturs 2010 Grundkurs Geographie

In Japan wurden die Kernkraftwerke an der Küste in Entfernung zu Ballungsräumen erreichtet. Erläutern Sie die positiven Effekte der Entscheidung für die Standorte und deren Entwicklung dar. So in etwa lautete die Aufgabe für die Abiturienten im Geographiegundkurs im Jahre 2010. Wer hätte gedacht, dass die Wirklichkeit diese Aufgabenstellung so schnell ad absurdum führt. Nur wenige haben mit einem ähnlichen GAU wie 1986 in Tschernobyl gerechnet.

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Die Schüler begründeten diese Politik mit der Nähe zum Meer, das genug Wasser zur Kühlung der AKWs liefert. Manche sogar erwogen, dass die Entsorgung im Meer sehr kostengünstig sei. In einer Arbeit erwähnte der Prüfling, dass Japan ein durch häufige Erbeben bedrohtes Land ist und deshalb die Kernkraftwerke außerhalb von stark bewohnten Ballungsräumen errichtet wurden.

Die Wirklichkeit in Fukushima ist furchtbar

Im März 2011 ist in Japan der GAU eingetreten: durch das stärkste bisher verzeichnetete Erdbeben ist das AKW in Fukushima zu einer tickenden Zeitbombe geworden. Im Umkreis des AKWs ist das Leben unmöglich geworden, es ist zu einer Sperrzone im Umkreis von 30 km erklärt worden. Die Menschen werden dort zeitlebens nicht mehr wohnen können, sie haben praktisch alles verloren. Und es ist nicht geklärt, wohin sie nun ziehen sollen.

Hier ist der japanische Staat in der Pflicht: Es müssen an anderen Orten neue Siedlungen für die Heimatlosen entstehen und sie müssen finanziell entschädigt werden. Die für Fukushima zuständige Betreibergesellschaft Tepco hat im Moment lächerliche 8000 Euro Entschädigung bereit gestellt. Selbstverständlich ist das für jemanden, der seine Existenz neu aufbauen muss nur ein Almosen und keine richtige Hilfe. Da muss noch mehr geschehen.

Aus Fukushima ist sehr viel Radioaktivität ausgetreten und vermutlich hat dort die Kernschmelze stattgefunden. Das ist der absolute GAU. Es wird noch lange dauern, bis die Verbreitung der Radioaktivität gestoppt ist. Vielleicht lässt sie sich sogar gar nicht vermeiden. Die Folgen sind nicht abzusehen.

Eine Kehrtwende in der deutschen Energiepolitik

Aufgrund der Katastrophe hat ein Umdenken stattgefunden. Leider nur in der Bundesrepublik. Hier ist die CDU und FDP, die noch 2010 die Laufzeitverlängerung der AKWs beschlossen haben, auf den Kurs der Grünen umgeschwenkt. Da die Bevölkerung nun mehrheitlich gegen AKWs ist, setzen nun die Unionsparteien plötzlich auf erneuerbare Energien und verhängten für drei Monate ein Moratorium über die verlängerte Nutzung der Kernkraftenergie. Das soll uns Bürgern recht sein, denn wir wollen nicht Zustände wie in der Ukraine oder in Japan haben. Die alten AKWs müssen vom Netz zur Sicherheit unserer Bevölkerung. Jetzt müssten noch unsere Nachbarn diese Kehrwende in der Energiepolitik mitvollziehen, da wären wir sicher vor weiteren verheerenden GAUs.

Jedes Jahr wieder – die beliebten Osterbräuche

Fröhliche Ostern / Happy Easter

Vierzig Tage vor Ostern beginnt die Fastenzeit und der Karneval ist jetzt zu Ende. Eine Zeit der Einkehr und Buße soll es sein. Viele Menschen halten sich in dieser Zeit an eine ursprünglich von der katholischen Kirche verordnete Enthaltsamkeit. Sie verzichten auf Fleisch, Süssigkeiten und Alkohol je nach Laster. Auch wenn in dieser Zeit das Starkbier Hochkonjunktur hat, so rührt das daher, dass damit in den Klöstern den Mönche ihr Fasten leichter fallen sollte. In Anekdoten wird erzählt, dass damals Biberfleisch auf dem Klosterspeiseplan war, da das Tier vor allem im Wasser lebt. So wurde aus dem Biber quasi ein Fisch.

Vor Ostern werden viele Eier in erster Linie rot gefärbt. Es gibt einige Bräuche, wie man sie noch verzieren kann. So dienen Blümchen und Blätter als Schmuck. Sie werden dadurch am Ei fixiert, dass ein Stück von einem Seidenstrumpf darüber gestülpt wird und zugebunden. Eine traditionelle Weise von Alters her ist es, die Eier in Zwiebelschalen zu färben. Es entstehen dadurch bräunliche Eier. In anderen Ländern, zum Beispiel in Polen werden Eier geritzt in geometrischen Mustern und die Farbe dadurch wieder entfernt. Es entstehen dabei wahre Kunstwerke und nennen sich kraszanki. Es gibt wunderschön bemalte Ostereier, die wiederum pisanki genannt werden. Dieses Kunsthandwerk hat eine lange Tradition im ländlichen Polen.

Für die Kinder ist die Osterzeit eine Freudenzeit. Die Mütter bereiten zu Hause ein Osternetz mit vielen bunten Schokoeiern und Osterhause aus Schokolade darf auch nicht fehlen. Bei schönem Wetter und vor allem wenn man einen Garten hat, verstecken die Eltern Osternester im Gras und die Kinder begeben sich am Ostersonntag auf die Suche.

In Griechenland werden die rot gefärbten Eier in den Gottesdienst am Karsamstag mitgenommen. In der Kirche sind alle Lichter aus und in einem feierlichen Akt schreitet der Pope mit einer angezündeten Kerze durch die Menge. Jeder hat selbst eine Kerze in der Hand und sie wird nun an der Flamme des Priesters angezündet. Das Feuer stammt aus Jerusalem und wird per Flugzeug in alle griechischen Kirchen verteilt. Nun wünschen sich alle Christos Anesti!, was soviel wie Jesus ist auferstanden! bedeutet. Jetzt kommen die roten Eier zum Einsatz: mit Freunden und Verwandten schlägt man mit der spitzen Seite auf des Gegenüber Ei und welches Ei heilt bleibt, so bringt das dem Besitzer Glück. Die brennende Kerze muss nach Hause gebracht werden, um über der Eingangstür ein Kreuz zu schlagen und das ewige Licht am Hausaltar anzuzünden.

Viele bunte Ostereier und frohe Ostern wünschen wir allen!

Wie bepflanze ich meinen Balkon?

Rosa Alpenveilchen, auch als Balkonpflanze geeignet

Balkone laden dazu ein, sie mit schönen Pflanzen zu verschönern. Die mit bunten Blüten bewachsenen Balkone schmücken das ganze Haus und sorgen für tägliche Freude beim Anschauen. Die Bepflanzung ist einfach zu pflegen und verursacht keine grossen Kosten. Mit immergrünen Pflanzen wie dem Buchsbaum hat man das ganze Jahr über Farbe vor dem Fenster. Bereits im Spätsommer sollte man die Zwiebeln von Krokussen, Hyazinthen und Narzissen in den Blumenkasten mit frischer Blumenerde einpflanzen. Die Krokusse brechen durch den Schnee als Vorboten des Frühlings durch und entfalten ihre herrliche Pracht in gelb und lila. Nachdem sie verblüht sind, sollte man die Zwiebeln ausgraben und trocken lagern. Mit den weißen und lila Hyazinthen und den strahlend gelben Narzissen verfährt man ähnlich. Eine andere sehr beliebte Art sind die Primeln – ihre Blüten strahlen in weiß, gelb, rosa, rot oder blau. Tulpen dürfen auch nicht fehlen im Frühjahr – sie sind Zwiebelpflanzen und aus gärtnerischer Erfahrung überwintern sie gut in der Erde.

Sobald sich der Sommer ankündigt, überschlägt sich das Angebot an herrlichen Blumen in den Gartencentern. Am beliebtesten sind Geranien bzw. Pelargonien, wie sie richtig heißen. Sie können als lebende Girlanden den Balkon zieren meist in Rosa- oder Rottönen. Sie erfordern nur regelmäßiges Gießen und Abzupfen der vertrockneten Blüten. Sehr schön sind auch Ampeln und Blumenkörbe, die an der Wand oder Decke angebracht werden. Besonders dafür geeignet sind Fuchsien und Pelargonien (Geranien). Sehr dankbar für die Balkonbepflanzung ist das fleißige Lieschen – wie der Name schon andeutet, blüht es andauernd und stellt keine großen Ansprüche. Zwischen blühenden Pflanzen kann man gerne Farne, Kapuzinerkresse und Efeu plazieren. Weißes Steinkraut und lila Hängelobelien sorgen für Farbtupfer. Sie lassen sich gut mit rosa Petunien und Fuchsien kombinieren.

Auf so verziertem Balkon hält sich jeder gerne auf. Dazu muss man noch einen Tisch und ein paar Stühle hinstellen. An einem lauen Abend bei Kerzenlicht kann man die italienische Nacht einläuten. Ein Paar Antipasti, ein guter Schluck Wein – so geht der Tag geruhsam zu Ende.

 

Bild: © Assaf Shuster | Dreamstime.com

Hund oder Katze als Haustier

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Ein Haustier ist eine Bereicherung für viele Menschen. Man sollte sich aber im Voraus gut überlegen, welches Tier am besten zu einem passt. Die Entscheidung muss beispielsweise zwischen einem Hund und einer Katze fallen. Da sind die eigenen Gewohnheiten und Lebensumstände von eminenter Bedeutung.

Für Berufstätige empfehlenswert sind Katzen

Der Hund ist ein treuer Begleiter. Sein Besitzer muss darauf achten, dass er nicht gerne alleine zu Hause ist, sondern überall dabei sein möchte. Das wichtigste Kriterium ist daher, kann ich meinen Hund zum Arbeitsplatz mitnehmen? Das ist in den meisten Fällen aber ausgeschlossen. Singles, die einem Vollzeitjob nachgehen beispielsweise in einem Büro, sollten sich lieber eine Katze anschaffen. Sie fühlt sich auch alleine in der Wohnung wohl, freut sich aber selbstverständlich, wenn der Besitzer nach Hause kommt. Sie braucht auch Zuneigung und Ansprache, daher sollte man darauf achten, sie nicht zu lange warten zu lassen.

Familien mit Kindern und Garten ideal für einen Hund

Ist man in seinem Job selbständig tätig und hat ein eigenes Büro ohne viele Aussendienste, so kann man einen Hund getrost mitnehmen. Da man sich meist die Zeit selbst einteilen kann, ist das regelmäßige Gassigehen mit dem Hund kein Problem. Er braucht viel Auslauf in einer Grünanlage oder einem Wald. Deshalb sind Hunde in der Stadt meist schlecht aufgehoben. Das Laufen auf dem harten Untergrund ist nicht gut für sie. Ideal ist ein Hund für eine Familie in einem Haus mit Garten. Wenn die Dame des Hauses nicht arbeitet, ist der Hund am glücklichsten. Und die Kinder spielen und gehen mit ihm häufig spazieren.

Eine Katze liebt es auch, durch den Garten zu streifen auf der Suche nach Mäusen und Vögeln. Eine reine Hauskatze akzeptiert jedoch auch, sich nur innerhalb der eigenen vier Wände zu bewegen. Aber der Mensch muss für Abwechslung sorgen durch Spiele. In der Stadt ist deshalb eine Katze der ideale Begleiter sowohl für Singles als auch für Familien mit Kindern.

Hund folgsam und Katze selbständig

Die Charaktere von Hund und Katze sind sehr verschieden. Der Hund folgt treu seinem Besitzer überall hin, die Katze dagegen lebt in ihrer eigenen Welt und gewährt manchmal dem Menschen Zutritt zu sich. Sie kommt nicht immer, wenn man sie ruft, man sagt, sie hat einen eigenen Kopf. Der Hund dagegen ist sehr folgsam und reagiert auf Zuruf. Beide lieben es, mit dem Menschen im Bett zu schlafen. Das muss man mögen und für die nötige Hygiene sorgen.

Ob Hund oder Katze, ein Haustier erfordert viel Zuverlässigkeit und Pflege, es ist eine Verpflichtung, die der Mensch für viele Jahre eingeht. Darüber hinaus sollte man nicht unterschätzen, dass das Tier auch viel kostet, denn wenn es älter wird sind häufige Tierarztbesuche nicht ausgeschlossen. Deshalb sollte man sich ein Tier nur dann anschaffen, wenn man die damit verbundene Verantwortung voll und ganz tragen will.

Polnische Wurstspezialitäten und Feinkost

In unserer Gegend hat ein Feinkostgeschäft mit polnischen Spezialitäten aufgemacht. Ich bin neugierig geworden, weil die Auslage so einladend aussieht. Beim ersten Besuch wußte ich noch nicht, für was ich mich entscheiden soll. Ich ließ mich von dem netten Besitzer beraten. Die Auswahl war wirklich überwältigend, neben lecker aussehendem Wurstaufschnitt gab es noch eine Menge Würste zum Warmmachen.

Große Auswahl an Aufschnitt

Für den Anfang, um mich mit der polnischen Wurst anzufreuden, nehme ich altpolnischen Schinken mit, der noch am Knochen hängt und sehr appetitlich aussieht. Daneben gibt es einen sehr saftigen Lachsschinken, polendwica genannt, der rosa schimmert. Zu Hause auf frischem Butterbrot mit etwas Meerrettich zergeht er auf der Zunge. Außerdem werden mir noch Wacholderwürstchen empfohlen – sie werden einfach aufgeschnitten und zum Brot gegessen. Denen ähnlich sind die Jagdwürste, mysliwska, sie schmecken etwas anders jedoch ebenso lecker. Mich lacht in der Theke der Pressak, salceson, ziemlich an, aber den werde ich nächstes Mal testen.

Knackige Würschen zum Warmmachen

Aus der Wurstauswahl zum Warmmachen entscheide ich mich für die kleinen Frankfurter Würstchen. Sie haben nichts gemein mit unseren Frankfurter Würstchen, sie sind ziemlich grob, mild geräuchert und beim Erwärmen schwellen sie an. Wenn man dann hinein beißt, spritzt häufig eine wäßrige Flüssigkeit aus ihnen heraus. Sie schmecken himmlisch, so etwas kennen wir hier nicht. Beim nächsten Mal probiere ich die Würstchen zum Bier, kielbaski do piwa, die auch kalt gegessen werden können, weil sie stärker geräuchert sind als die Frankfurter Würstchen.

Es gibt eine polnische Spezialität, die wir unbedingt noch ausprobieren müssen: krupnioki. Zur Erklärung könnte man sagen, dass es eine Variante der gut bekannten Blutwurst ist. Allerdings sind die krupnioki, Graupenwurst, eben  mit Graupen gefüllt. Sie werden in der Pfanne mit Zwiebeln gebraten und mit Kartoffeln gegessen. Hmmm!

Das Angebot in dem polnischen Feinkostgeschäft umfasst auch geräucherten Käse, Schmelz- und Frischkäse. Wir haben uns schon durchprobiert und werden wieder zugreifen. Außerdem gibt es frische Pierogi mit verschiedenen Füllungen. Sie sind vergleichbar mit den Maultaschen, werden aber mit Kartoffeln und Pilzen oder Sauerkraut gefüllt. In der Pfanne mit etwas Butter und Zwiebeln abgebräunt sind sie ein Hochgenuss. Man kann sie auch als Suppeneinlage verwenden.

Das Feinkostgeschäft hat auch eine Auswahl an Süßigkeiten. Schokowaffeln, Sesamkrecker, Pflaumen in Schokolade und diverse Pralinen. Die sollte man auf jeden Fall auch probieren, sie sind köstlich.

In Polen sind zwei Suppen Nationalgerichte: Zurek i barszcz. Zurek ist eine säuerliche Suppe, barszcz die Rote-Beete-Suppe. Es gibt hier im Geschäft für beide Suppen die Grundzutaten. Ich habe schon beide probiert und konnte mich vom guten Geschmack überzeugen. Eine weitere häufig in Polen gegessene Zutat sind Dillgurken, die mit Knoblauch eingelegt werden. Sie schmecken ausgezeichnet nicht nur zur Wurst.

Meine ganze Familie ist hellauf begeistert von den polnischen Wurstspezialitäten. Und durch die vielen neuen Wurstsorten erweitere ich unseren Speiseplan. Die Preise sind übrigens vergleichbar mit den für unsere deutschen Wurstwaren, also sind diese Delikatessen auch erschwinglich.

Isa